Good read: Kurzbefehl by David Bauer

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This following blog post is in German. It is about a very good book by my Swiss mate (Disclaimer!) David Bauer. The book has just been published, it is only available in German, hence the post language switch. Letzten Dienstag wurde in Zürich "Kurzbefehl", das erste Buch von Journalist und 78s-Gründer David Bauer, getauft. Innerhalb eines knappen Jahres ist der "Kompass für das digitale Leben" entstanden. Es ist nicht unbedingt ein Ratgeber geworden, mehr eine lose, aber gut zusammengefügte Sammlung von Betrachtungen über verschiedene Aspekte der Online-Welt(en) und wie sie unser Leben beeinflussen und verändern. Ich muss gestehen, dass ich, obwohl (nicht weil!) ich David Bauer seit ebenfalls gut einem Jahr kenne, nicht allzuviel von diesem Buch erwartet hatte. Einfach ein weiteres Druckwerk über das Internet und wie der Mensch (nicht) gelernt hat, damit umzugehen. Schön, wenn man auch mal falsch liegt. "Kurzbefehl" ist unbedingt empfehlenswert, ein "must-read" für alle, die schon mal in irgendeiner Form mit dem Internet in Berührung gekommen sind – Profis wie wir können aus dem Buch etwas lernen, aber auch der Gelegenheitssurfer kann etwas daraus ziehen. David unterteilt sein Buch in sechs Abschnitte ("Leben und Überleben", "Gut und Böse", "Stil und Anstand", "Rat und Tat", "Sein und Selbst" sowie "Trends und Zukunft") und versucht, verschiedene Aspekte des digitalen Lebens zu durchleuchten. Indem er Fragen aufwirft, die wir uns auch schon gestellt haben: Vom eher banalen "Darf ich mein Date vorher googlen?" bis zum umfassenden "Macht das Internet die Welt demokratischer?". Wer eindeutige Antworten erwartet, wird allerdings enttäuscht: David nimmt oft eine Mittlerposition zwischen zwei Antwortmöglichkeiten ein, wägt im Namen des Lesers ab. Typisch schweizerisch? Mitnichten: es gibt eben auch im Netz keine einfachen Lösungen. So darf man beispielsweise, soviel darf ich hier wohl verraten, laut David sein Date sehr wohl vorher googlen, sollte sich dann aber nicht wundern, wenn der Zauber des unwissenden Kennenlernens verfliegt. Der Tenor, den David anschlägt: Das digitale Leben ist ein gutes, wenn man sich angstlos hineinwagt, dabei aber ein nötiges Mass an Skepsis behält und in den richtigen Momenten Vorsicht (oder einfach den gesunden Menschenverstand) walten lässt. Ein weiteres Plus von "Kurzbefehl": es ist flüssig geschrieben, weist aber dennoch stets einen gewissen Anspruch auf. Und, ganz wichtig: David schreibt mit der nötigen Prise Humor. So ist das Buch, 198 Seiten dick, erschienen im Echtzeit Verlag (33 SFr, € 26), schnell gelesen. Ich bin der Meinung, dass sich Davids Erstling nicht hinter den Werken der grossen internationalen Autoren verstecken muss. Und hoffe, dass es bald auch auf Englisch erhältlich ist. Natürlich gibt es zu "Kurzbefehl" eine Website, die Informationen rund um das Buch sowie Leseproben enthält. Wir waren letzte Woche bei der Buchtaufe, ein paar Fotos gibt es in Michaels flickr-Account zu sehen.
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