#SMGBE - Social Affairs

#SMGBE - nein, das ist kein Schreibfehler - der 40. Social Media Gipfel fand heute in Bern statt. Genauer gesagt, im Impact Hub Bern.

Silvan Gisler ist Co-Gründer und Kommunikationschef der Operation Libero. Die Organisation ist ausschliesslich durch externe Finanzierung gewachsen und nun gewinnt sie schon nationale Abstimmungen. Dies, indem Operation Libero ihre politischen Anliegen durch soziale Medien vokalisiert. Wie das genau funktioniert und was das Geheimnis zum Erfolg ist, erklärte uns heute Silvan Gisler.

Laut Silvan ist man online «sein eigenes Medium» und kann also so wie die NZZ oder den Tages Anzeiger Neuigkeiten und Fakten präsentieren. Damit trägt man eine grosse Verantwortung und braucht eine Strategie.

Es gilt: Qualität vor Quantität. Ein relevantes und interessantes Thema zu finden und daraus guten Content zu erschaffen steht bei der Operation Libero im Vordergrund.

Der Inhalt soll nicht nur ansprechen, sondern auch einen «call-to-action» beinhalten und gut mit allen anderen Plattformen (Website, Mailing liste etc.) vernetzt sein. Der Kernpunkt: Qualitativ hoher Inhalt, der den Konsumenten dazu zu bringt, mit dieser Information zu agieren.

Bei Operation Libero wird wenig in Facebook Werbung investiert, es steht die organische Reichweite an erster Stelle. Die Kampagne muss die gewünschte Zielgruppe ansprechen, nur dann teilt diese den Beitrag auch. Für Operation Libero ist somit ein oft geteilter Beitrag ein erfolgreicher Beitrag.  

 

Zeigt Sushil Aerthott

Sushil Aerthott ist Projektleiter für Online-Kommunikation bei economiesuisse. Der Dachverband der Schweizer Wirtschaft nutzt im Kommunikationsmix unter anderem Social Media, um langfristige Beziehungen zu politischen Entscheidungsträgern aufzubauen und zu pflegen. Für Sushil gibt es 5 grundsätzliche Punkte zu politischen Onlinekampagnen:

1. Das Ziel bestimmt alles

Bevor eine Kampagne beginnt, muss man wissen was man bewirken will. Wer ist die Zielgruppe und wie muss man eine Kampagne anpassen, um ihr gerecht zu werden? Für economiesuisse liegt der Fokus «nicht nur auf dem urbanen Zürich», sondern auf der ganzen Schweiz, und das in allen Landessprachen.

2. Gefunden werden

Wie man Menschen erreicht hat sich mit der Evolution der Medien verändert. Es bringt nichts, jemanden der eine andere Meinung hat, überzeugen zu wollen. Es braucht also Menschen, die Ihre Ansichten teilen. Eine Kampagne muss nicht alle ansprechen, sondern aufs Individuum fokussiert sein. Je individualisierter Kommunikation also ist, umso offener ist der Mensch ihr gegenüber.

3. Einstieg ermöglichen

«Immer weniger Menschen sind bereit viel zu tun, immer mehr sind bereit wenig zu tun.» Somit soll man einfache Lösungen anbieten, die nicht viel Zeit oder Aufwand kosten.

4. Die Macht der Nähe spüren

Wer Engagement zeigt, soll auch Aufmerksamkeit bekommen. Wertschätzung gegenüber dem Kunden macht sich langfristig bezahlt.

5. Aktionen starten

Die Engagement-Pyramide von economiesuisse zeigt die verschiedenen Stufen der Zielgruppe und ihr Engagement für Kampagnen auf. Je nach Stufe verlangt dies nach entsprechenden Aktionen, um die Zielgruppe stufenweise zu mehr Engagement zu führen.

 

Vielen Dank an unsere beiden Redner für diese inspirierenden Einsichten!

Foto vom PublikumFoto von einer Besucherin im GesprächFoto vom Publikum

Wir danken Puzzle itc für Kaffee & Gipfeli, dem Impact Hub für ihre Gastfreundschaft und Valiant fürs Sponsoring des Anlasses, inklusive lila Schöggeli. 

 

Hier finden Sie Bilder von Boris Baldinger vom 40. Social Media Gipfel in Bern.

September 6, 2017
Where
Impact Hub Bern
0 Comments

Abonnieren Sie unseren Newsletter

 
 

Comments

Neuen Kommentar schreiben

Restricted HTML

  • Zulässige HTML-Tags: <a href hreflang> <em> <strong> <cite> <blockquote cite> <code> <ul type> <ol start type> <li> <dl> <dt> <dd> <h4 id> <h5 id> <h6 id>
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Website- und E-Mail-Adressen werden automatisch in Links umgewandelt.
icon
Was ist Amazee Labs?